| Démarche
artistique
Ani Müller est née au Québec, à Montréal. Elle peint depuis lâge de huit ans et expose ses toiles régulièrement. Elle termina le cégep à Joliette en arts plastiques et ensuite un baccalauréat en création à lUniversité du Québec à Montréal en 2003. Cest la fin de ses études en 2003 quelle explora laspect visuel dun trouble dapprentissage. Elle a fait plusieurs expositions à lextérieur du Canada, en autre à Berlin en 2003, en France en 2004 et en 2007. Elle a aussi exposé ses uvres à Vancouver . Elle voyage régulièrement pour sinspirer et faire connaître son style unique et différent. En 2008 Ani Müller a obtenu la médaille de lassemblée nationale du Québec. Ani Müller faits de fragments superposés et inversés.
Sa recherche porte sur la différence.En utilisant une image delle-même
ou dun proche ou dun vieux magasine, elle intervient afin
den modifier lidéologie première. Sa combinaison
de collage et de peinture donne un effet trompe-lil, venant
déjouer le spectateur. Lartiste invente le Pays de la Dyslexie,
où les habitants nommés « Dyslexiens » ont leur
propre langage. Dans ce pays, la différence, linattention
et les imperfections sont admises. Les uvres dénoncent les
standards de la société, limage de la perfection et
les jugements portés sur les performances personnelles. |
Artistic
process Ani Müller was born in Montreal, Quebec. She started painting at the age of 8 and regularly exhibits her work. Her learning disability has not kept her from her academic endeavours. She completed her Cegep (junior college) degree in Joliette, as well as a bachelors degree in Visual Arts at the Universite du Quebec a Montreal in 2003. After her graduation, she started exploring the visual aspects of her learning disabilities. She partook in many exhibits outside Canada, such as in Germany (Berlin, 2003), in France (2004 and 2007). She also showed her work in Vancouver, British Columbia. In 2008, she received Quebec National Assemblys Medal. Ani müller She presents reconstituted faces, built from superimposed and reversed fragments. Her research inspired by difference. Through the use of images of herself, of a loved one or taken from an old magazine, she intervenes by modifying their primal ideology. Her combination of collage and painting brings the spectator into a trompe-loeil. The artist invents the Country of Dyslexia where the inhabitants (Dyslexians) have their own language. In this country, difference, indifference and imperfections are permitted. Her work denounces societys standards, the image of perfection and judgements based on personal performance. Through her paintings, Ani Müller talks of her mistakes, criticizes
what she and others have lived. She tells stories and anecdotes. She explains
how a negative event can be used and transformed to become something useful
and positive. Her work isnt perfect. She twists images. She denounces
those moments when human beings feel lost and less than perfect in a society
that is less than perfect. |
Vorgehensweise
der Künstlerin Ani Müller wurde in Quebec, Montreal geboren. Sie malt seit dem Alter von 8 Jahren und stellt ihre Werke regelmäßig aus. Ihre Lernschwäche hielt sie nicht davon ab, ihre schulische Laufbahn fortzusetzen. Trotz ihrer Legasthenie beendete sie das CEGEP (zweijährige Oberstufe in Quebec) in Joliette mit dem Hauptfach Bildende Kunst und legte anschließend 2003 ihren Bachelor im Bereich Kreation an der Université du Québec in Montreal ab. Den visuellen Aspekt der Lernschwäche ergründete sie jedoch erst zu Studienende, im Jahr 2003. Sie organisierte mehrere Ausstellungen außerhalb Kanadas, unter anderem 2003 in Berlin und 2004 und 2007 in Frankreich. Auch in Vancouver stellte die Künstlerin bereits aus. Ani Müller reist regelmäßig, um sich zu inspirieren und um ihre einzig- und andersartige Malweise bekannt zu machen. 2008 verlieh die Nationalversammlung von Quebec Ani Müller eine Medaille. Das Bilduniversum der Künstlerin Ani Müller ist einzigartig und zugleich anders. Es zeigt neu zusammengesetzte Gesichter, übereinandergelagerte und verdrehte Elemente. In ihren Bildern geht es um Dyslexie und Andersartigkeit. Sie bedient sich eines Fotos von sich selbst, dessen eines Angehörigen oder einer alten Zeitschrift und verändert mit ihrem Eingriff die primäre Ideologie. Ani Müller definiert das Portrait neu. Ihre Kombination aus Kollage und Malerei erzeugt den Effekt einer Sinnestäuschung, der den Betrachter verwirrt. Die Künstlerin erfindet das Land der Legasthenie, in dem die Bewohner, die sogenannten Legasteken, ihre eigene Sprache besitzen. Andersartigkeit, Unaufmerksamkeit und Unvollkommenheit werden in diesem Land akzeptiert. Die Werke stellen die gesellschaftlichen Standards, die Vorstellung von Perfektion sowie die Urteile über unsere persönlichen Leistungen, an den Pranger. Ani Müller spricht durch ihre Bilder über ihre Schwächen
und offenbart dem Betrachter somit etwas von ihrem Leben und von dem der
anderen. Die Werke Ani Müllers sind nicht negativ - ganz im Gegenteil.
Sie erzählen Geschichten und Anekdoten. Ani Müller zeigt, wie
ein negatives Ereignis genutzt und in etwas Sinnvolles und Positives umgewandelt
werden kann. Sie entwirft unvollkommene Werke; sie verformt die Bilder.
Die Künstlerin verweist auf Situationen, in denen sich die Menschen
manchmal überfordert und unvollkommen fühlen in einer
Gesellschaft, die weit davon entfernt scheint es zu sein ... |